|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||
|
12. Mai 2009 | Münsterland Zeitung "Rhein Cantabile" begeistert unter Leitung von Hermia Schlichtmann HEEK Mit dem Kammerchor "Rhein Cantabile" erwartete das zahlreich strömende Publikum in der Pfarrkirche St. Ludgerus nicht nur viel- und mehrstimmige Chormusik im a-capella-Format, sondern auch eine alte Bekannte in Gestalt der gebürtig aus Heek stammenden Chorleiterin Hermia Schlichtmann. In Anwesenheit von Pfarrer Josef Leyer begeisterten die neun Sänger und 14 Sängerinnen aus ganz Nordrhein-Westfalen unter Leitung von Schlichtmann durch ihre hohe Qualität und die abwechslungsreiche Chormusik aus geistlichen Liedern, Spirituals, Volksliedern und Balladen aus Deutschland, Irland, Skandinavien und Island. Hohe Konzentration strahlte Schlichtmann in ihrem Dirigat aus mit besinnlichen Pausen zwischen den sehr unterschiedlichen Musikblöcken. Licht in die Auswahl der Musik brachte Chormitglied Ulli Sapok auf humorvolle Weise. Hell und klar erklang das "Jubilate Deo" von Gordon Young zum Auftakt des Konzerts. Weniger bekannte, stimmungsvolle und sehr moderne Spirituals kennzeichneten den zweiten Musikblock - "Deep River" oder "Precious Lord" zählen eben nicht zum normalen Gospelprogramm. Deutsche Texte in den Programmzetteln erläuterten den Inhalt, während der Chor in der Sprache der Herkunft des Titels sang. Auch das eine große Leistung, die Schlichtmann immer wieder durch ihre weit ausgreifende und expressive Körpersprache herausforderte. Mit einer ganz anderen "Choreographie" nutzte Schlichtmann die Akustik des Raumes: Im ersten "Ave Maria" von Jakko Mäntyjärvi (geboren 1963) flankierten die Sängerinnen das Publikum mit einem gebetsähnlichen akustischen Gemurmel, während die Männer auf den Altarstufen sangen. Im zweiten "Ave Maria" von Franz Biebl (1906-2001) sangen die Männer im Chorhaupt, während die Frauen in den Armen des Querschiffes je nach Stimmlage aufgeteilt waren. Ungewöhnlich dieser Effekt, aber spannend, während das Programm mit fröhlichen Mailiedern und geistlichen Kompositionen des Chormitglieds Simon Wawer weitere überraschende Facetten der stimmlichen Qualitäten des Chors bereit hielt. Stehender Applaus forderte etliche Zugaben heraus (emk). 16. September 2008 | Echte Meister des guten Tons Bad Nauheim - Eine Stecknadel hätte man fallen hören können, als dieser Tage der Kammerchor Rhein Cantabile Düsseldorf seinen musikalischen Bogen über Zeit und Raum spannte. Unter dem magischen Dirigat ihrer Wölfersheimer Leiterin Hermia Schlichtmann vertieften sich die Meister des guten Tons in innige Gospels und Spirituals, lautmalten skandinavische Schönheiten und >>tanzten<< mit deutschen Romatikern durch die Waldesnacht. Sahnehäubchen gleich fügte das badestädtische Duett Charlotte Dietz und Katharina Margraf dem exorbitanten Hörgenuß romantische Lieder hinzu. Mit Ovationen dankte das Publikum in der gut gefüllten Aula der St.-Lioba-Schule für ein Nchmittagskonzert, das in seiner r(h)einen Klangschönheit und emotionalen Tiefe unter die Haut ging. Für sein erstes eigenes Konzert an der Usa hatte der hochkarätige Kammerchor vom rhein mit seiner Dirigentin ein komplett neues Programm mit dem Schwerpunkt auf weltlicher Literatur vorbereitet. Gleichwohl bestimmten traditionelle und zeitgenössische Gospels und Spirituals den Auftakt zwischen hauchzarten Klangschattierungen und einem gewaltigen Crescendo bei Mark Hayes’ "Wade in the Water". In Anlehnung an mittelalterliche Tambourmusik bewegten sich die Sänger stilsicher durch England und Schweden, um mit Paul Simon und Hakan Sund über die berühmte "Brige over troubled water" zu schreiten - ein tiefgründig harmonisches Unterfangen, das mit viel Applaus bedacht wurde, auch für die Polheimer Pianisten Yoe-Rang Kim-Bachmann, die den Chor in vorzüglicher Form begleitete. Den Zauber von Brahms’ Waldesnacht lösten beschwingte poetische Weisen aus der romantischen Feder von Hugo Alfen und Peter Warlock ab. Beeindruckend auch hier die lichte Transparenz des Chorklangs. Bis vor einem Jahr waren Charlotte Dietz und Katharina Margraf noch Schülerinnen an der St.-Lioba-Schule. Seit vielen Jahren singen sie zusammen, zunächst im Schulchor, dann darüber hinaus auch im Duett. Jetzt kehrten sie als Musikstudentinnen wieder, um zur Begleitung ihres ehemaligen Musiklehrers Thomas Bailly auf heiter romantische Musikzeitreise zu gehen. Wunderbar ergänzten sich die klar modulierten Stimmen im Alt und Sopran bei Robert Schumanns Vertonung von Friedrich Hebbels üppig blühendem "Glück", bevor "Die Schwestern" nach Noten von Johannes Brahms der heiteren Poesie von Eduard Mörike frisches Leben einhauchten (hau). 31. Januar 2006 | Münsterland Zeitung Homogener Chorklang Heek - Erst nach dem musikalischen Abendsegen "Du lässt, o Gott, den Tag nun enden" (Weber/Scholefield) als dritter Zugabe ließen die restlos begeisterten Zuhörer die Sängerinnen und Sänger des Düsseldorfer Kammerchors "Rhein Cantabile" am Sonntag in der sehr gut besuchten Pfarrkirche St. Ludgerus Heek ziehen. Vorangegangen war eine bemerkenswerte a-capella-Darbietung geistlicher Chorliteratur überwiegend des 20. Jahrhunderts. Zum Abschluss einer längeren Konzertreihe gastierte "Rhein Cantabile" in der Heimat seiner Dirigentin Hermia Schlichtmann und seines treuen "Fanclubs" aus Angehörigen und Freunden der Familie, die es sich nicht nehmen lassen, den Chor zu seinen Konzerten zu begleiten. Das exzellent vorbereitete Ensemble hinterließ bei seinen Zuhörern einen bleibenden Eindruck. Das Konzert war thematisch in drei Blöcke geteilt, unterbrochen durch kurze Pausen zur Erholung und Sammlung. Am Beginn standen sechs interessant arrangierte Spirituals, bei denen die 19 Mitglieder des Ensembles bereits einen homogenen Chorklang und ihre Professionalität unter Beweis stellten. Die Sehnsucht nach einem besseren Leben mit Gott, die die Lieder in ihrer eher düsteren Grundstimmung widerspiegeln, wurde von den vier bis acht Stimmen eindrucksvoll und voller Spannung zum Ausdruck gebracht. Gekonnt ließ sich der Chor auf die gute Akustik der Pfarrkirche ein.Souveräner Vortrag. Der zweite Block gehörte skandinavischen Komponisten des 20. Jahrhunderts (Ahlen, Lindberg und Erikson). Im Charakter sehr im nordeuropäischem Volkslied verankert, leben ihre Kompositionen von der Spannung der einzelnen Stimmführungen und dem Bild skandinavischer Schönheit. Mittelalterliche Gregorianik (Ave Maria), souverän von der Schola des Chores vorgetragen, leitete den eigentlichen Schwerpunkt des Konzerts ein: geistliche Chormusik des 20. Jahrhunderts. Neben Werken von van Nuffel, Raminsh, de Klerk, Twardowsky und Ødegaard erklang das erst im vergangenen Jahr von "Rhein Cantabile" uraufgeführte, eindrucksvolle "Amen" eines jungen Komponisten aus der Eifel. Das Konzert gipfelte im "Song of Praise" (Nystedt), dem Loblied zu Ehren Gottes, in dem noch einmal alle Stimmen Volumen und Dynamik präsentierten. Ein donnernder Applaus mit "standing ovations" war der Lohn und Dank für ein rundum gelungenes Konzert des Chors unter Leitung von Hermia Schlichtmann. - Georg Ochtrup
Dezember 2005 | Remigius aktuell Rhein Cantabile - Das Chorkonzert am ersten Advent Düsseldorf - 27. November 2005, 17 Uhr. Wie es sich für den ersten Advent gehört, fällt der Schnee in großen Flocken vom nachtschwarzen Himmel, die Straßen sind weiß und die Kirche ist voll bis auf den letzten Platz. Das Ensemble Rhein Cantabile gibt ein Chorkonzert in St. Remigius in Düsseldorf-Wittlaer.Die 21 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Hermia Schlichtmann stehen im Halbkreis unter der Apsis der spätromanischen Kirche. Eins fügt sich perfekt zum anderen: Die vier Stimmlagen der professionellen Choristen mit exzellenter a-cappella-Kultur, einem homogenem Chorklang mit hin- und mitreißendem, mitunter auch zutiefst anrührendem Gesang. Und das Programm, das vielschichtig und wunderbar harmonisch zugleich ist. Ein Klangmosaik aus moderner Chorliteratur, Barockmusik und gregorianischen Choralgesängen, die vier Sänger des Chores als schola gregoriana eindrucksvoll interpretieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Kirchenmusik des 20. Jahrhunderts; klangschöne Werke zeitgenössischer Komponisten wie Raminsh, Tavener oder Luboff. Der thematische Bogen setzt bei modernen Gospel-Arrangements an, führt über Johann Sebastian Bach zur mittelalterlichen Gregorianik und endet schließlich mit neu arrangierten Kirchenliedern wie Gottfried Wolters Maria durch ein Dornwald ging. Mit den Stücken verändern sich auch die Positionen der Sänger. Der Halbkreis wird aufgebrochen, die Choristen wechseln ihre Plätze und singen einmal sogar mit dem Rücken zum Publikum. Sensibel ergänzt werden die vier Programmblöcke des jungen Ensembles durch (leider viel zu kurze) Stücke für Saxophon und Orgel, interpretiert von Oliver Hirschegger und Hermia Schlichtmann. Ein wunderbar rundes Konzert mit einer klaren Mitte: Hermia Schlichtmann als Chorleiterin von Rhein Cantabile. Die Kirchenmusikerin lehrt als Dozentin an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf sowie an der Musikhochschule in Frankfurt am Main und ist als Chorleiterin im In- und Ausland tätig. Einmal im Monat feilt sie mit den Sängerinnen und Sängern von Rhein Cantabile konzentriert an den Feinheiten des Konzertmaterials, das von den Choristen vorher in Heimarbeit erarbeitet wurde. Der Advent ist die Zeit des Wartens und Zuhörens, sagt Gastgeber Professor Dr. Waldenfels in seiner kurzen Begrüßung. In diesem Fall hat sich das Warten schon gelohnt. Auch wenn es erst der erste Advent ist. - Gina Mayer,
29.September.2005 | Kölner-Stadt-Anzeiger Premiere von Wavers Amen Uraufführung in St. Laurentius Die Sängerinnen und Sänger von Rhein Canatbile gaben ein umjubeltes Kirchenkonzert. Marmagen - Überraschender Weise erklangen di ersten tiefen Töne von der rückwertigen Empore, von wo aus Tenöre und Bässe mit einem Introitus im gregorianischen Stil in den Abend einführten. Die Damen von Rhein Cantabile hatten dagegen vorne vor dem Altar Platz genommen. Es sollte nicht die letzte Überraschung des Abends bleiben. My Lord, what an evening, so hätte man in leichter Abwandlung des von Henry Burleigh arrangierten Gospels seufzen mögen. Wieder einmal hat der Kirchenchor Marmagen sich einen musikalischen Höhepunkt ins Haus geholt. Die 20 Sänger von Rhein Cantabile aus Düsseldorf boten ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Repertoire aus populärer und geistlicher Chormusik. Das Konzert begann zunächst mit einem Spiritual-Block, der interessante Arrangements von Alice Parker, Carl Haywood und Aners Paulsson enthielt. Die wunderbaren Altstimmen von Donka Miteva und Stefanie Dams-Steffen kamen in Soon I will be done von Diane Loomer voll zur Geltung. Der Chor spielte mit der Akustik der Kirche, die bekanntermaßen kaum Wünsche offen lässt. Zuhörer und Sänger genossen es zu hören, wie die Silben noch lange im Kirchenschiff schwebten, um dann leise im Gewölbe zu verhallen. Wenn in der Aufstellung auch das übliche Hufeisen vorherrschte, so fielen doch die häufigen Platzwechsel zwischen den vier Stimmen auf. Mal standen die Sänger im Kreis um den Altar und wandten so zum Teil dem Publikum den Rücken zu. Mal bezauberte das von der Empore gesungene Solo von Marit Kasimir das Publikum. Die thematischen Blöcke waren durch instrumentale Einlagen voneinander abgesetzt. Hier konnten Elitsa Simonska und Donka Miteva an der Orgel sowie Stefanie Dams-Steffans mit ihrer Querflöte überzeugen. Mit einem besonderen Höhepunkt warteten die Düsseldorfer Sänger im letzten Block auf: nämlich mit der Welturaufführung eines Satzes von Simon Wawer aus Dahlem. Amen schrieb der 26-jährige Eifeler zum Gedenken an seinen Vater. Rhein Cantabile singt und arbeitet unter der Leitung von Hermia Schlichtmann, die unter anderem auch die Kölner Kantorei unter ihren Fittichen hat. Über Wawer und andere Eifeler Kantorei-Sänger entstand der Kontakt zum Marmagener Chorleiter Paul F. Irmen und damit letztlich die Idee zu diesem Konzert. Die Diplom-Chorleiterin und Stimm-Trainerin wirkt im In- und Ausland und lehrt als Dozentin an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf sowie an der Hochschule für Musik in Frankfurt/Main. Wir haben uns hier in Marmagen sehr wohl gefühlt. Ads war eine richtig runde Sache, resümierte Schlichtmann nach dem Konzert. Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations und ließ die Sänger erst nach zwei Zugaben gehen. - Elke Sprunkel
13. Juli 2004 | Rheinische Post Nomen est omen Düsseldorf - Beinahe im Verborgenen hat soeben ein junges Düsseldorfer Ensemble helle Lichter in unsere Chorlandschaft geworfen. Es ist der Kammerchor Rhein Cantabile, den Hermia Schlichtmann leitet und der jetzt in der ungünstig behallten Rochuskirche Proben seines bemerkenswerten Könnens gab. Fast durchweg erklang Musik des 20. Jahrhunderts, und zwar auf jener mäßig fortschrittlichen Modernitätsstufe (Raminsh, Nystedt, Lindberg, Thompson, Twardowski, Ahlen), die dem Namen des Ensembles - nomen est omen - freundlich entgegen kam. Alles schwang gesanglich und weich aus, die vier Stimmen waren exzellent balanciert und stießen auch in den Randlagen kaum je an Barrieren. Hohe Soprane, tiefe Bässe, ein choralischer Tenorverbund, eine sprechend dirigierende Maestra - gern traut man dieser Versammlung kunstsinniger Könner auch anspruchsvollere Literatur zu. Am liebsten in einer Kirche, die akustisch nicht einer Tropfsteinhöhle gleicht, sonst festigt sich angesichts dieses Repertoires der Eindruck leichter musikalischer Frömmelei. Den kompetent gespielten Orgelbeiträgen der Dirigentin (Whitlocks Salix, Regers d-moll-Toccata op. 59) wünscht man für die Zukunft außerdem ein Gerät in besserem gesundheitlichen Zustand. - Wolfram Goertz |